Agrotourismus-Paradies auf dem Ściborówka-Hof!

Ściborówka Hof ist ein agrartouristischer Bauernhof, ein Bio-Bauernhof, der sich in einer wunderschönen Landschaft, in der Nähe des Waldes, in der Woiwodschaft Małopolska, im südlichen Teil Polens befindet. Es gibt viele Radwege in der Umgebung, auf denen man die Schönheit der Natur und der traditionellen Kultur genießen kann. Die Besitzerin, Danuta Ścibor, betreibt seit 16 Jahren einen ökologischen agrartouristischen Bauernhof. Der Betrieb ist bio-zertifiziert.

Die Bildungspakete sind sowohl für Kinder als auch für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen, da sie immer wieder auf die jeweilige Teilnehmergruppe abgestimmt werden.

 

Der Betrieb    

Die Besitzer erbten den Hof von ihren Schwiegereltern. Sie leben seit Generationen in der Woiwodschaft Małopolska. Da ihnen die Umwelt sehr wichtig ist, betreiben sie einen zertifizierten Biobetrieb. Die natürlichen und landschaftlichen Bedingungen sind für die ökologische Landwirtschaft und den Agrotourismus sehr gut geeignet.

Die Besitzerin, Danuta Ścibor, hat im Jahr 2002 mit der Arbeit auf dem Hof begonnen. Der Hof hält Ziegen, Hühner und Enten auf 3,74 ha gemischten Feldern (Ackerland, Gewächshaus und Wälder) und verfügt über alle notwendigen Einrichtungen, um agritouristische Aktivitäten durchzuführen, wie beispielsweise ein Schwimmbad, ein Kinderspielplatz und ein überdachter Grillplatz

Die Besitzerin des Hofes hat den Betrieb vor 16 Jahren von Grund auf neu gegründet. Am Anfang hat Danuta konventionelle Landwirtschaft mit Tier- und Pflanzenproduktion betrieben. Im Laufe der Zeit baute sie diesen Hof von einem konventionellen zu einem multifunktionalen Bauernhof um.

Im Rahmen des agrotouristischen Angebots verfügt der Hof über fünf Zimmer für Gäste, und es werden auch Mahlzeiten angeboten. Die Gewürze werden in der Regel auf der Basis der traditionellen Küche hergestellt.

Neben dem Agritourismus werden auf dem Hof auch handwerkliche Produkte, die mit der lokalen Kultur verbunden sind, wie z.B. Serviettentechnik, hergestellt. Außerdem ist die Besitzerin sehr engagiert und arbeitet gerne mit anderen Anwohnern zusammen. Dies wird durch ihr Engagement im Blog zum Thema Kunsthandwerk deutlich.

Entwicklungspfad                   

Die wichtigsten Ereignisse in der Entwicklung des Betriebes in den letzten 16 Jahren sind:

  • Die Gründung eines bio-zertifizierten Betriebes.
  • Beginn der Tierzucht (Pferde, Kühe)
  • Beginn des Brotbackens
  • Beginn des Agrotourismus
  • Entwicklung von pädagogischen Workshops

Alle oben genannten Maßnahmen wurden bereits umgesetzt.

Geschäftsmodell                     

Die Eigentümer erbten den Betrieb und benötigten keine Subventionen. Sie investierten mit ihren eigenen Ersparnissen in den Betrieb. Die größten Investitionen wurden für die Anpassung der bestehenden Räumlichkeiten für den Agrotourismus getätigt. Die Eigentümerin erzielt ihr Haupteinkommen aus einer nicht-landwirtschaftlichen Vollzeitbeschäftigung. Der landwirtschaftliche Betrieb und die nichtlandwirtschaftlichen Tätigkeiten auf dem Hof stellen eine zusätzliche Einkommensquelle dar. Zurzeit erhalten die Eigentümer direkte Subventionen von der EU. Da die Eigentümerin den Betrieb aus ideellen Gründen betreibt und es sich um eine Nebenbeschäftigung handelt, deckt das Einkommen des Betriebes hauptsächlich die Kosten. Die einzige begrenzte Einnahmequelle stellen die pädagogischen Workshops dar.

Innovative Praktiken                                        

Innovationen im Tourismus spielen eine Schlüsselrolle für den wirtschaftlichen Erfolg, insbesondere im Zusammenhang mit der Einführung neuer touristischer Produkte. Seit etwa zwei Jahrzehnten wird in den ländlichen Gebieten Polens der Tourismus, inklusive des landwirtschaftlichen Tourismus gefördert. Zusätzlich wird die Einführung neuer Produkte und die Verbesserung der Qualität der angebotenen Dienstleistungen angestrebt, wobei der biologische Anbau besonders gefördert wird. Der Bauernhof ist Teil des Konzepts der ausgewogenen Entwicklung des ländlichen Raums, denn neben der landwirtschaftlichen Grundtätigkeit im Ökosystem werden zusätzliche nichtlandwirtschaftliche Aktivitäten wie Handwerk, Agrotourismus und Bildungsaktivitäten – als innovative Tätigkeit – durchgeführt.

Laut der Hofeigentümerin ist für die Durchführung solcher Aktivitäten die Teilnahme an einer Reihe von Kursen notwendig.

Zukunft          

Für die Zukunft sind weitere Bildungsaktivitäten geplant, wobei die Förderung der Ökologie und des Handwerks einen besonderen Schwerpunkt bilden sollen. Es ist geplant, die Anzahl der Workshops auf dem Hof zu erhöhen, um verschiedene Zielgruppen über das Handwerk zu unterrichten. Außerdem will die Hofeigentümerin noch weitere Handwerks-Workshops entwickeln.

Tipps für Lernende                 

Um einen Bauernhof mit einem so breiten Spektrum an Aktivitäten zu betreiben, muss man durchsetzungsfähig sein und viel Selbstvertrauen haben. Außerdem ist es wichtig, dass man gerne Zeit mit Menschen und Kindern verbringt und offen und kreativ ist.

Ergänzungen

Um ein solches Geschäft zu betreiben, müssen Sie ständig neue Aktivitäten entwickeln, um Ihr Angebot attraktiver zu machen. Das macht es aber gleichzeitig auch für Sie als Eigentümer attraktiver, da man den Betrieb ständig nach seinen eigenen Vorstellungen weiterentwickeln kann.

AutorInnen: PhD Małgorzata Bogusz, Msc Maciej Dymacz, ARID